In einer solchen Welt

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Ja moin meine lieben Raben und willkommen zum heutigen Gedicht.
Auch hier möchte ich zu Beginn ein paar einleitende Worte verlieren, denn irgendwie fühlt es sich erneut falsch an, das Werk ohne seine Entstehung in die Welt zu schütten.

Die ersten paar Zeilen, bzw. die Ideen hierzu entstanden, als ich nach dem Einkauf unter einer Bahnbrücke auf den Bus wartete. Ich weiß nicht warum, zumal es zu der Zeit finanziell eigentlich recht okay lief, aber plötzlich setzte ich mich mit der Frage auseinander, was für eine Welt es wäre, wenn es kein Geld mehr gäbe, wenn wir keine Kriege mehr führen würden, etc.

Entstanden ist daraus mit etwas Feilerei und dem Inhalieren des einen oder anderen Kaffees der folgende Gedanken-Labskaus, dessen Genuss ihr hoffentlich … nun ja … genießen werdet.

In einer solchen Welt

In einer Welt, in der es kein Geld gibt
In der jeder auch andere und nicht immer nur sich selbst liebt

In einer Welt, in der man gerne lebt
In der man gemeinsam nach einem strahlenden Morgen anstatt gegeneinander nach einem dunklen Gestern strebt

In einer Welt, in der man die Luft atmen und das Wasser trinken kann
Und das stetig, nicht nur dann und wann

In einer Welt, in der nicht eine Bombe fällt
Weil man lieber Leben statt der Tode zählt

In einer Welt, in der Profit dem Gemeinwohl sich unterwirft
Damit in den Minen kein einzig‘ Kind mehr stirbt.

In einer Welt, in das Recht der Schwachen zählt
Und in der man keine Mitwesen als Ressourcen hält

In einer Welt, in der man sein kann, wer man will
Ganz gleich ob jung, alt, laut, leise, farblos oder schrill

In einer Welt, in der man zusammen Zeit verprasst
Weil man die Liebe liebt und nicht hasst.

In einer solchen Welt, so fürchte ich
Da ist kein Platz für Menschen wie dich und mich

Patricius de Corax

Grundlage für das Beitragsbild: Pexels auf Pixabay