Moin beisammen liebe Raben und willkommen zu einem weiteren, dieses Mal etwas kürzeren Gedicht.
Den Anfang dazu schrieb ich mir damals in mein Handy, als ich während einer Busfahrt mal wieder ins Denken verfiel und mich (dank meines ADHS-Siebhirns, welches die Earpods auf dem Tisch hatte liegen lassen) nicht in Musik flüchten konnte.
Da ich zu dieser Zeit leider eine meiner eher depressiven Phasen hatte, möchte ich an dieser Stelle all jene vor dem Weiterlesen warnen, die sich davon in negativer Art getriggert fühlen könnten.
Ich weiß, es ist kein Gedicht im klassischen Sinne, ich halte es aber – gerade im Hinblick auf modernere Texte – dennoch für angebracht, diesen Text in dieselbe Kategorie einzuordnen, auch wenn ich ihm optisch das Label Gedankenlyrik verpasst hab.
Und da die Einleitung nun schon fast so lang ist wie das eigentliche Thema des Beitrages, stoppe ich an dieser Stelle auch einfach mal ganz dreist und wünsche euch viel Spaß beim Lesen und eventuellen Sinnieren.
Einer dieser Tage
Es ist mal wieder einer dieser Tage.
Einer dieser Tage, an denen ich in mich blicke.
Ich blicke in mich, und sehe … nichts.
Und dieses Nichts macht mir Angst.
Angst habe ich aber nicht vor dem Nichts, sondern deswegen, weil da eigentlich etwas sein sollte.
Es sollte etwas da sein, so denke ich zumindest.
Ich denke, da sollte etwas sein, und weil ich denke, bin ich.
Ja, ich bin, aber was, oder wo?
Wo bin ich, wenn ich in mich blicke und nichts sehe?
Wie gesagt, das Nichts macht mir Angst.
Ich habe Angst vor dem Nichts, also gehe ich in mich.
Denn wenn ich in mich gehe, vielleicht finde ich da nicht nur Schutz, sondern auch mein Selbst?
Und wenn ich mich schon nicht finden kann, dann zumindest verstecken.
Das ist es! Ich verstecke mich und warte.
Warte darauf, dass dieser Tag vorbeigeht.
Denn morgen ist mal wieder einer dieser Tage.
Patricius de Corax
Grundlage für das Beitragsbild: buy_me_some_coffee auf Pixabay






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