15. August 2017 | Posted in Autorenleben | By

Ein Buch zu schreiben, das ist einfach.
Man setzt sich hin, startet die Textverarbeitung, haut ein paar tausend Worte in die Tasten, bastelt sich ein „schönes“ Bild dazu und gibt das Ganze einem Verlag, der daraus dann ein Buch macht, fertig ist.
Na ja, zumindest dachte ich das damals noch

Dass die Wahrheit oftmals anders aussieht, als man sich das vorstellt, das erlebe ich nun am eigenen Leib.
Das Schreiben an sich hat mir ja schon einiges abverlangt, wer von euch mir auf Facebook den virtuellen Daumen da gelassen hat, der weiß das.
Schließlich hab ich mich bei euch oft genug darüber ausgeheult, wie schwer mir die Worte von der Hand gingen und wie oft ich darüber nachgedacht habe, eventuell das Handtuch zu werfen.
Doch mit eurem Beistand (und mit euren Arschtritten) habe ich es dann doch geschafft und habe vor ein paar Tagen in der Elbphilharmonie die entscheidenden, letzten Worte ins Manuskript eingegeben (klickt hier, falls ihr es verpasst habt).

Das Buch „Vampire Squad – Falscher Heiland“ wird also wirklich kommen.
Selber Schuld, das habt ihr nun davon… ^^

Doch, wie man es sich bei dieser Überschrift auch fast schon denken kann, war das gerade mal die erste Hälfte der Arbeit, wenn das mal reicht.
Denn während ich vorgestern das Manuskript über den heimischen Drucker auf Papier gebracht habe, habe ich gestern damit begonnen, diese 445 Seiten (inklusive Deckblatt) in Klarsichtfolien zu packen.
Was sich hier so leicht anhört, hat mich ein paar Stunden gekostet.
Um genau zu sein, hab ich bis heute Nacht um halb drei gebraucht, um damit fertig zu werden.
Gut okay, ich hätte es vielleicht gleich von Anfang an so eintüten sollen, dass ich die Kapitel einzeln entnehmen kann.
Aber gut, ich konnte eh nicht schlafen und nun hab ich halt zwei große Ordner voll mit einer auf Überarbeitung wartenden Rohfassung.

Eingetütet und abgeheftet

Die ersten vier Seiten davon habe ich heute in der Mittagspause und auf dem Heimweg bearbeitet.
Alter Falter… Ich hab das Gefühl, ich schreib das Buch noch mal von vorne.
Wenn man sich die Seiten so anschaut könnte man fast den Eindruck gewinnen, das ich da mehr Kugelschreiber- als Druckertinte drauf hab.

Klar, das wird nicht bei jeder Seite so werden (Also hoffe ich zumindest!), aber es fühlt sich schon merkwürdig an, so viel vom eigenen Werk zu streichen und zu ergänzen.
Es ist fast so, als würde ich ein fremdes Werk lesen und mit Anmerkungen versehen.
Aber was erzähle ich da, schaut es euch doch einfach selber an…

Die ersten überarbeiteten Seiten

Was heißt das nun?

Nun vor allem, dass auf mich nun noch eine Menge Arbeit wartet.
Nicht nur gilt es das Manuskript zu überarbeiten (und die Änderungen dann in die Datei einzupflegen), sondern es müssen auch, nach dem Korrektorat, noch zwei weitere Dateien aus ihr erstellt werden.
Das eBook und die Druckdatei.

Dazu kommen die Coverarbeiten, von denen Claudia zwar das meiste machen „darf“, mich dafür aber auch ertragen muss…
Und glaubt mir, ich bin da ein sehr schwieriger Kunde ^^

Wenn das Cover fertig ist, werden Lesezeichen, Postkarten und evtl noch mehr daraus gemacht (Ich kenn doch eure Sammelwut, was solche Dinge angeht ^^), die dann, zusätzlich zu den ersten Printausgaben, in den Druck gejagt werden.
Zu Letzterem hab ich HIER eine kleine „Umfrage“, um die erste *hust* Auflage festzulegen, eure Teilnahme würde mich freuen 🙂

Das alles wird noch ein wenig brauchen, aber ich hoffe, dass ich das Buch dann spätestens Mitte/Ende September auf euch loslassen kann.
Das wäre dann in etwa elf Monate nach dem Beginn der Arbeiten daran.

Es gibt viel zu tun – Und ich packe es an.

Und wenn ich mal ein Buch schrieben wollt, verfallt nicht dem selben Irrglauben, wie ich es tat und nehmt es nicht auf die leichte Schulter.
Ja, ein Buch zu schreiben (und vor allem es zu vollenden), macht einen riesigen Spaß und erfüllt einen auch mit Stolz, aber es ist auch ein ganzer Haufen Arbeit.

Nicht umsonst nennt sich dieser Artikel „Nach dem Schreiben ist vor dem Schreiben…“

Eine schöne Woche noch mein liebes schwarz gefiedertes Volk.

KRAAAAAAAH!

Patricius de Corax

1 Comment

  1. Des Schreibers Dilemma – Hoffnungslos überschätzt und doch daraus gelernt | Libra de Corax - […]   Mittlerweile bin ich, aber auch das ist nichts Neues für euch (schließlich habe ich…

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