11. Oktober 2016 | Posted in Autorenleben | By

Ja, diese Webseite hat eine Bloggingsektion, die ich nun gern einweihen möchte.
Eine Weile habe ich auch darüber nachgedacht, welches Thema ich für den ersten Beitrag behandeln möchte. Doch da mir in Unterhaltungen über das Thema „Autor werden“ immer wieder das Thema ‚Geld‘ über den Weg und teilweise auch die Leber läuft, werde ich mich wohl erst einmal darum kümmern. 

Wie ihr ja alle wisst, ist es eine ungeschriebene Tatsache, dass wir Autoren nicht nur verdammt ignorante Menschen sind, sondern dass wir auch mit total überhöhten monatlichen Einzahlungen auf unseren Konten zu kämpfen haben. Da wir keinerlei Kosten für Unterkunft und Verpflegung haben und grundsätzlich von jeglicher Steuer befreit sind, kennen wir den Unterschied zwischen Brutto und Netto leider nicht, was manchmal schon echt belastend ist.

So, wo ich nun (so hoffe ich zumindest) eure ungeteilte Aufmerksamkeit habe, kann ich ja wieder etwas sachlicher werden.

Dass wir Autoren Unmengen verdienen, ist natürlich richtig. Wir verdienen Unmengen, bekommen dafür aber, wie jeder andere von euch, meist viel zu wenig.
Das ist übrigens auch der Grund, warum die meisten Mitglieder unserer Zunft einem weiteren, normalen Beruf nachgehen. Ja, auch wir haben von unseren Eltern mal gesagt bekommen: „Kind, lern was Vernünftiges.“. Dummerweise hören Kinder recht selten auf ihre Eltern und Vernunft ist bei uns Autoren immer so eine Sache. Ja was meint ihr, warum wir so oft in den Duden schauen?  Vernunft?  Pah! Immer diese Fremdwörter…

Aber back to topic.
Klar gibt es einige Autoren, die von ihren Büchern nicht nur leben können, sondern die sogar auch noch einige andere davon leben lassen könnten und dieses auch oftmals tun.
Aber, mal ganz unter uns Pastorentöchtern, das ist die Ausnahme. Die meisten von uns sind froh, wenn hin und wieder mal sich ein Zehner in unsere Brieftaschen aus Zwiebelleder verirrt.
Das liegt nicht daran, dass wir nicht an unsere Werke glauben. Eher ist es so, dass es halt eine riesige Menge an Büchern in den (virtuellen) Regalen dieser Welt gibt.

Aber hey, die Frage, was ich mit dem ganzen Geld machen werde, will ich nicht unbeantwortet lassen.

Ein Teil meiner Einnahmen wird für private Dinge, wie Chauffeur, Haushälterin und so weiter draufgehen.
Na gut, okay… Ein neuer Schreibtisch ist in Planung. Zufrieden?

Ein weiterer Teil wird beiseite gelegt, damit folgende Projekte leichter finanziert werden können, die Webseite am Laufen gehalten wird und ich eventuell mal das eine oder andere Gewinnspiel auf meiner Fratzenbuch-Seite starten kann. Nennen wir diesen Posten einfach „laufende Ausgaben“.

Aber Geld ist (für einen Großteil von uns) nur schmückendes Beiwerk. Was wir wirklich wollen, ist der ganze Fame.
Nein Spaß beiseite. Warum ich Autor geworden bin, habe ich euch ja schon hier erläutert.
Es geht also mal wieder, oder besser gesagt noch immer, um das liebe Geld.

Ich habe mir überlegt, dass ich nicht wirklich alles für mich allein behalten kann.  Will ich aber auch gar nicht.
Wisst ihr, ich hatte nie wirklich unter Reichtum zu leiden. Auch in meiner Vergangenheit, egal wie weit zurück, hat das Geld meist durch Abwesenheit geglänzt.
Aber mir ging es nie wirklich schlecht. Also nicht so schlecht, dass ich irgendwie Not leiden musste.

Einen großen Teil der Aktien daran, gebührt meinen Eltern.
Egal wie wenig ihnen zur Verfügung stand, egal wie sehr es ihnen fehlte oder wofür es eigentlich geplant war… Es war trotzdem immer irgendwie genug dafür da, um mir zu helfen.
Und bei Odin, ich habe es ihnen nicht immer leicht gemacht, gerne für mich da zu sein.
Aber so ist das nun einmal in meiner Familie. Meine Eltern, meine Brüder und nun mein Neffe (also später mal, wenn er groß genug ist)… Wir alle können uns gegenseitig anbrüllen, fetzen und die Pest an den Hals wünschen (Warum wünscht man sich die Pest eigentlich immer an den Hals?), wenn es hart auf hart kommt, sind wir trotzdem füreinander da. Ein Wort reicht. Meist muss dieses Wort nicht einmal geäußert werden.

Wenn es wahren Reichtum gibt, dann ist es diese Art Familienzusammenhalt.
Ich kann sie nun nicht alle namentlich nennen, aber ich bin um jeden einzelnen von ihnen froh.
Ich liebe meine Familie und bin dankbar, dass ich sie habe.

 

Aber leider geht es nicht jedem so gut…

Und genau darum geht es mir. Ich hab mir schon oft den Kopf darüber zerbrochen, wem ich denn Gelder zukommen lassen würde, wenn ich mal „genug“ zur Verfügung hätte.
Schnell wurde mir dabei klar, dass ich es nicht jedem Recht machen kann, weil ich nie genug Geld haben werde, um jedem Geld zu geben, bei dem ich glaube, dass es berechtigt wäre.
Einer alleine kann halt nicht die Welt retten.

Gut und schön, aber was nun?

Wie gesagt, habe ich mir viele Gedanken gemacht, wohin ich Gelder fließen lassen könnte, wenn die Zeit dazu mal reif ist.
Zwei Projekte, Vereine, Organisationen haben es bei mir in die engere Auswahl geschafft. Allen beiden will ich gerne helfen, so gut es geht.
Warum ich sie euch vorstelle? Ganz einfach. Vielleicht findet ja einer von euch darin das ein unterstützenswertes Projekt und will dann selber tätig werden?
Und selbst wenn es nicht eines meiner beiden ist. Vielleicht denkt ja der eine oder andere etwas mehr darüber nach, sich in irgendeiner Form
Egal wie viele wir sind oder werden. Wenn jeder von uns auch nur einen kleinen Schritt geht, können wir gemeinsam eine riesige Strecke zurücklegen.

Also, hier sind sie: „Meine“ beiden Organisationen.

maw-logo

Copyright: Make-A-Wish Foundation

Zugegeben, von Make-A-Wish habe ich erst durch ein Hobby von mir erfahren. Ich gucke gern Wrestling (hauptsächlich WWE incl. NXT) und dort setzen sich einige der Superstars für eben diese Organisation ein.  Man kann von meinem Hobby nun halten, was man will, aber wenn man weiß, worum es geht, wird man mich verstehen.

Worum geht es bei Ma-A-Wish?
Nun, kurz gesagt ist Make-A-Wish eine Organisation, die Kindern, die eine lebensbedrohliche Krankheit haben, ihre größten Wünsche erfüllt. Begonnen hat das Ganze mit einem an Leukämie erkrankten US-Amerikanischen Jungen, der unbedingt Polizist werden wollte. Das war im Jahre 1980. Heutem fast vierzig Jahre später, gibt es diese Organisation in einigen weitern Ländern, nicht nur in Deutschland und den USA.
Unterstützt wird Make-A-Wish dabei von diversen Stars und einem riesigen Haufen freiwilliger Helfer.
Ein Beispiel, um den Kreis zum Wrestling wieder zu schließen: Der US-Amerikanische Wrestler John Cena hat im August 2015 seinen 500. Wunsch erfüllt. So viel wie kein anderer (Bericht dazu auf der amerikanischen Seite)

Warum Make-A-Wish?
Das wiederum, ist recht einfach erklärt. Kinder haben es nicht leicht, mit solchen Krankheiten, seien es Krebs, Kinderlähmung oder sonstigem umzugehen. Nun gut, für uns Erwachsene ist sowas auch nicht zwingend leicht. Aber sein wir mal ehrlich, wir bilden uns zumindest ein, abgeklärter damit umzugehen.
Wie sagen wir immer so schön? Wir haben unser Leben bereits gelebt.
Ich finde halt, dass wir Kindern dort helfen sollten, wo es uns möglich ist. Klar muss man auch etwas gegen die Armut bei den jungen Erdlingen tun. Aber manchmal ist die Erfüllung des Herzenswunsches bei den Patienten leider auch die Erfüllung ihres letzten Wunsches.
Und dabei zu helfen zu können, wäre mir eine Freude

Mehr Informationen zu Make-A-Wish findet ihr auf: makeawish.de (Deutsch) und auf wish.org (Englisch)

 

Copyright: Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.

Copyright: Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.

Worum geht es bei Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.?
Bei Viva con Agua (kurz: VCA) geht es um den Grundgedanken, dass sauberes Wasser, egal ob zum Waschen, Trinken oder zur Nahrungsmittelzubereitung ein Menschenrecht ist. Ein jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, Zugang zu dieser so wichtigen Grundlage unseres Lebens  zu haben. VCA realisiert hierfür diverse Projekte, wie zum Beispiel den Bau von Brunnen, Sanitäranlagen etc im „globalen Süden“.
Begonnen hat es einst 2005 auf Kuba, als sich der Verein FC St. Pauli dort in einem Trainingslager befand. Dabei ist VCA nicht einfach ein Verein, der Gelder sammelt und Projekte auf die Beine stellt. Vielmehr ist es eine Plattform, über die sich viele tausend Supporter organisieren, um Aktionen auf die Beine zu stellen.
Unter anderem bestehen diese Aktionen aus Spendenläufen, einer Art Spenden-Trampen oder auch dem Sammeln von Pfand auf diversen Veranstaltungen. Zum Beispiel stehen Helfer bei den Spielen des Vereins oder auf Festivals, wie dem M´era Luna und sammeln dort Getränkebecher ein, die dann hinterher bei den Verkaufsständen wieder zu Geld gemacht werden. So kann jeder etwas Gutes tun. – Kleinvieh macht halt auch Mist.

Warum Viva con Agua?
Gerade in der heutigen Zeit, in der große Konzerne die Wasserreserven dieser Welt aufkaufen wollen, damit sie die entsprechenden Vorkommen dann abfüllen und dann teuer wieder zurück verkaufen können (Klingt das nur für mich total bekloppt?), muss jenen geholfen werden, die sich diese Vorgehensweise nicht leisten können. Noch immer gibt es Unmengen an Menschen, die für ein bisschen Wasser ewige Kilometer laufen müssen. Menschen, die jede Plörre trinken, egal wie verschmutzt oder gefährdend sie sein mag, weil sie einfach keine andere Alternative haben.
Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir an den Wasserhahn gehen, wenn wir Durst haben. Wir denken nicht darüber nach, wenn wir die Spülung betätigen, dass es da noch andere gibt, die das eben nicht können.

Mehr Informationen zu Viva con Agua unter: vivaconagua.org

2 Comments

  1. Jennifer J. Grimm
    11. Oktober 2016

    Leave a Reply

    Die Organisationen find ich klasse ausgewählt. 🙂

    Und nein, das mit dem Wasser klingt nicht nur für dich total bekloppt.

    • PdC
      11. Oktober 2016

      Leave a Reply

      Vielen Dank für das Kompliment.
      Es gibt so viele Organisationen, die es alle auch verdient hätten. Aber leider ist das mit dem Geld so eine Sache. Man kann leider nicht jedem etwas geben.

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